| Warum ist dieses Wissen wichtig? | Wir wollen den Swiss-PdbViewer
nutzen, um den prinzipiellen Aufbau von Membranproteinen kennenzulernen.
Hierfür werden wir weitere Funktionen des Viewers nutzen. |
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| Bezug | Diese Übungen ergänzen das Kapitel 21 "Analyse integraler Membranproteine". | |
Lernziel |
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| Übung | MembProt_1, Helixbündel untersuchen | |
| Datensatz in Viewer laden |
Pathogene E. coli Stämme besitzen einen Arginin-abhängigen
Antiporter, der intrazelluläre Protonen ausstößt. Dessen Struktur wurde
gelöst und in der PDB deponiert. Besorgen Sie sich den
PDB-Datensatz 3H6B. Laden Sie ihn in den Viewer und betrachten Sie zunächst die Struktur. Der Antiporter liegt in der Membran als Homodimer vor. |
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| Darstellung der Kette A |
Der Datensatz enthält insgesamt vier Ketten. Wir betrachten zunächst ein einzelnes Protein, genauer die Kette A. Lassen Sie sich das Protein in Ribbon-Darstellung anzeigen. |
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Sie wissen aus Kapitel 1, dass in den Sekundärstrukturelementen von
Proteinen bestimmte Kombinationen von Phi- und Psi-Winkeln gehäuft
vorkommen und manche "verboten" sind. |
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| Verteilung der PHI- und PSI-Winkel untersuchen |
Wählen Sie Wind/Ramachandran Plot und
vergleichen Sie die Verteilung der Winkelkombinationen für Residuen aus
2D-Elementen und aus Schleifen. Die Farbcodierung der Einträge erlaubt, diese zu unterscheiden. Stimmen die Beobachtungen mit Ihren Erwartungen überein? Die Topologie von Helix-Bündeln, zu denen dieses Protein gehört, zeigt einige Auffälligkeiten: In den Bereichen, die in der Membran verborgen sind, werden üblicherweise viele hydrophobe Aminosäuren gefunden. Wir wollen überprüfen, ob dies für das untersuchte Protein gilt. Dafür lassen wir uns die Oberfläche des Protein berechnen und färben sie anschließend geeignet ein. Benutzen Sie Tools/Compute Molecular Surface und färben Sie die Oberfläche nun mit Color/Act on Surface und Color/Custom Scale/hydrophobic ein. Um exklusiv die Oberfläche der Kette A zu sehen wählen Sie im Control Panel mithilfe des Pfeils unter ::v molecular. Benutzen Sie nun Select/All um die Oberflächendarstellung mit ::m - auszuschalten und aktivieren Sie dann die Darstellung für die Kette A. |
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Es sollte ein Anreicherung im Membran-durchspannenden Teil zu erkennen
sein. |
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| Struktur des Homo-Dimers darstellen |
Das Protein liegt in vivo als Homodimer vor. Der Datensatz
enthält vier Ketten, so dass nicht klar ist, welche Proteine das Dimer
bilden. Hier hilft der pdb-Sum Eintrag weiter. Geben Sie den pdb-Code ein und werten Sie dann die Seite aus, die Sie per Reiter Prot-prot erreichen. Benutzen Sie für Ihre Entscheidung die Werte aus der Tabelle Interface statistics. |
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| Lassen Sie sich diese beiden Proteine darstellen und betrachten Sie die Konformation | ||
| Übung | MembProt_2, Beta-Fass untersuchen | |
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Der Transporter FadL von E. coli transportiert hyodrophobe Substanzen
durch die äußere Membran und hat den typischen Aufbau eines beta-Fasses. |
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| Besorgen Sie sich den Datensatz 2R4P und stellen Sie ihn mit dem Swiss-PdbViewer dar. | ||
| Verwenden Sie hierzu die bisher eingeführten Befehle. | ||
Was Sie jetzt verstanden haben sollten |
Sequenzanalyseverfahren, die für globuläre Proteine entwickelt wurden, sind aufgrund der
unterschiedlichen Komposition der Membranproteine häufig nicht
geeignet. Hierfür wurden spezielle Verfahren entwickelt, die im Kapitel
21 vorgestellt werden. Membranproteine besitzen eine spezielle Topologie. Mithilfe der bisher eingeführten Befehle sind Sie in der Lage, Proteinstrukturen darzustellen und zu charakterisieren. |
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