Deutsche Einheitsverfahren
 
Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlamm-Untersuchung
Physikalische, chemische, biologische und mikrobielle Verfahren


Herausgegeben von der Wasserchemischen Gesellschaft - Fachgruppe in der Gesellschaft Deutscher Chemiker, in Gemeinschaft mit dem Normenausschuss Wasserwesen (NAW) im DIN Deutsches Institut für Normung e.V.

Gemeinschaftlich verlegt durch:
WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA
Beuth Verlag GmbH
 
Seit ihrer Gründung im Jahr 1926 war es eines der Ziele der Fachgruppe Wasserchemie, die Untersuchungsverfahren zur Beurteilung der Wasserbeschaffenheit zu vereinheitlichen. 1935 erschienen im Verlag Chemie erstmalig die "Physikalischen und Chemischen Einheitsverfahren", die 1953 unter dem Titel Deutsche Einheitsverfahren zur Wasseruntersuchung" in überarbeiteter und erweiterter Auflage herausgegeben wurden. 1960 wurden die "Deutschen Einheitsverfahren zur
Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung" als Loseblattsammlung herausgegeben, um die einzelnen Vorschriften bei Bedarf durch Neubearbeitungen ersetzen zu können.

Seit 1976 besteht eine Vereinbarung zwischen der Fachgruppe Wasserchemie in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (jetzt: Wasserchemische Gesellschaft - eine Fachgruppe in der GDCh) und dem DIN Deutsches Institut für Normung, der zufolge die Einheitsverfahren im Lauf der Zeit in DIN-Normen überführt und neue Einheitsverfahren von der Wasserchemischen Gesellschaft im Zusammenwirken mit dem Normenausschuss Wasserwesen erarbeitet werden. Alle auf den Einheitsverfahren beruhenden DIN-Normen werden auch im Rahmen der vorliegenden Sammlung veröffentlicht. Im Technischen Komitee 147 "Wasserbeschaffenheit" der Internationalen Organisation für Standardisierung (ISO) werden unter deutscher Federführung internationale Normen zur Wasserbeschaffenheit erarbeitet, die in manchen Fällen in Form von DIN-ISO-Normen in das deutsche Normenwerk überführt werden; sie werden dann ebenfalls in dieser Sammlung publiziert. Im Comité Européen de Normalisation, CEN, werden im Technischen Komitee 230 unter deutscher Federführung die Europäischen Normen (EN) zur Wasseranalytik erarbeitet. Europäische Normen ersetzen in der Regel bestehende DIN-Normen. Europäische Normen zur Wasseranalytik werden ebenfalls in diese Loseblattsammlung übernommen. Bislang (Stand 2009) konnten insgesamt 290 Verfahren auf einem der oben genannten Wege genormt werden.