Langtext In seinem neuen Buch entwickelt Pallasmaa seine in "The Eyes of the Skin" entwickelte Forderung nach einer Architektur aller Sinne weiter und beleuchtet die Rolle von Embodiment bei grundlegenden Reaktionen, Erfahrungen und Ausdruckformen des Menschen sowie Handlungs- und Denkprozesse in einem größeren Kontext. "The Thinking Hand" ist eine Metapher für die so typische Unabhängigkeit und Autonomie unserer Sinne beim Erfassen der Welt um uns herum. Viele dieser wichtigen Fähigkeiten haben sich verinnerlicht, sind automatische Abläufe, denen wir uns nicht ständig bewusst sind. Sogar unsere Lernfähigkeit beruht eher auf verinnerlichten Mechanismen als auf bewusstem Verstehen und Erinnern. Die heutige Lernphilosophie betont noch immer konzeptionelle, intellektuelle und sprachliche Kompetenzen und nicht diese im Stillen ablaufenden, nicht konzeptionellen und verinnerlichten Prozesse, die für unsere Erfahrung und unser Verständnis des Greifbaren und der Architektur so wesentlich sind.